Die dabei zugrundeliegende Theorie besagt, dass durch Narben Meridiane unterbrochen werden und dadurch ein nicht näher beschriebener Energiefluss im Körper unterbrochen oder gestört werde. Dies soll zu Blockaden sowie Störfeldern und infolgedessen zu verschiedensten gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, wie z.B. Rücken- und Kopfschmerzen, Haltungsschäden, muskulären Verspannungen oder verschiedenen organischen „Ungleichgewichten“.

Die oben beschriebenen Narbenstörungen sind nicht gleichzusetzen mit den manchmal nach Operationen oder Verletzungen auftretenden chronischen Narbenschmerzen. Es ist bekannt, dass alte Narben (zum Beispiel OP-Narben) auch nach langer Zeit immer wieder zu neuropathischen Beschwerden als Narbenschmerz (scar pain) führen können. Mitunter resultieren aus einer Wundheilung chronische Narbenschmerzen. Eine Ursache dafür können auch Neurome[1] oder Verwachsungen (Briden) sein. Etwa ein Viertel aller Wetterfühligen (etwa ein Fünftel der Bevölkerung) gibt an, bei bestimmten Wetterlagen Schmerzen im Bereich alter Narben zu haben.[2] Narbenschmerzen gehören daher, wie Gelenk- und Phantomschmerzen, auch zu den Wetterfühligkeitssymptomen.